Aktualisiert am 01.12.2025

Was hilft bei Sodbrennen durch Stress?

Ein telefonierender Vater kniet in der Küche vor einer Waschmaschine, während sein Baby an den Reglern spielt.

Sodbrennen, ohne dass du vorher besonders scharf, fettig oder salzig gegessen hast? Dann lohnt sich ein Blick auf deinen Alltag. Denn auch Stress kann Beschwerden wie Sodbrennen auslösen oder verstärken. Wir zeigen dir, wie du einen Reflux besser in den Griff bekommst.

von Alina Kuhnert, Journalist

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Unser Service für dich:

  • Stress bringt die Verdauung aus dem Takt. Er aktiviert das sympathische Nervensystem, wodurch die Magenentleerung verlangsamt wird. Gleichzeitig kann Stress den Vagusnerv (Parasympathikus) aktivieren. Das kann die Säureproduktion im Magen ankurbeln und die Schleimhaut zusätzlich reizen.
  • Mehr Säure, weniger Schutz. Unter Stress wird weniger schützender Schleim gebildet. So kann Säure die Speiseröhre leichter reizen.
  • Stress macht die Speiseröhre empfindlicher. Die Schleimhaut kann durchlässiger werden. Selbst kleine Mengen Säure reichen dann aus, um Beschwerden auszulösen.
  • Schlechter Schlaf fördert den Reflux. Er erhöht die Reizempfindlichkeit, besonders bei GERD-Patientinnen und -Patienten.
  • Sodbrennen lässt sich lindern. Wasser trinken, aufrecht sitzen – und Sobrade® als schnelle Hilfe nutzen.
  • Langfristig hilft gezielter Stressabbau. Atemübungen, Schlafhygiene und MBSR (achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) können Reflux-Beschwerden spürbar verringern.
     

Der Business-Lunch ist längst vorbei. Während du schon im nächsten Meeting sitzt, liegen dir die Spaghetti noch schwer im Magen. Und deine Speiseröhre brennt unaufhaltsam.

Nicht das fade Nudelgericht ist das Problem – sondern der stille Mitesser am Tisch: Stress. Meetings, E-Mails, der platzende Kalender. Nach außen funktionierst du, aber dein Inneres rebelliert.

Warum Stress oft auf den Magen schlägt – und Sodbrennen fördert

Stress verändert, wie dein Körper funktioniert. Und das auf mehreren Ebenen. Der Magen reagiert meist besonders empfindlich. Warum? Weil Stress dein sympathisches Nervensystem aktiviert.

Es macht dich wach, schnell und leistungsbereit. Dein Herzschlag steigt, die Durchblutung nimmt zu. Gleichzeitig verlangsamt sich die Magenentleerung – der Körper spart Energie für andere Aufgaben.1

Das Ergebnis? Das Essen bleibt gefühlt stehen, als hätte jemand die Stopptaste gedrückt. Gleichzeitig gerät das Gleichgewicht im Magen durcheinander. Die Säureproduktion steigt.2,3

Auch der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre kann erschlaffen.4 Das erleichtert der Säure den Weg nach oben. Das Ergebnis: Sodbrennen. 

Darm-Hirn-Achse: Wie Bauch und Kopf zusammenhängen

Wusstest du, dass dein Magen-Darm-Trakt mit deinem Gehirn verbunden ist? Zwei Beispiele: 

  • Du musst vor einer Gruppe von Menschen sprechen. Vor deiner Rede bist du so nervös, dass dir übel wird. Dein Magen fühlt sich flau an.
  • Du triffst gleich dein erstes Date und merkst die „Schmetterlinge im Bauch”.

Diese Reaktionen zeigen, wie stark Emotionen wie Stress, Freude oder Nervosität den Verdauungstrakt beeinflussen. Die Verbindung nennt sich Darm-Hirn-Achse.
Ist der Kopf belastet, reagiert oft der Bauch: mit Übelkeit, Völlegefühl oder Sodbrennen.5

Welche Symptome kann Stress im Verdauungstrakt auslösen?

Stress wirkt sich oft direkt auf den Verdauungstrakt aus. Diese Symptome sind besonders häufig:

  • Magenschmerzen und -krämpfe.
  • Übelkeit und Erbrechen.
  • Druck- und Völlegefühl.
  • Appetitlosigkeit.
  • Brennen hinter dem Brustbein. (Sodbrennen)
  • Saures Aufstoßen.
Eine Frau sitzt auf einem Sofa und hält sich nach vorn gekrümmt den Oberbauch.

Stress kann auch den Darm in Bewegung bringen – ein typisches Beispiel: Durchfall bei Nervosität.6 Bei manchen schlägt Anspannung eher auf den Magen, bei anderen auf den unteren Verdauungstrakt.

Stress kann GERD-Symptome verstärken

Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist eine chronische Erkrankung, bei der Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Das kann Reizungen und Sodbrennen auslösen.

Studien zeigen: Sowohl akuter als auch chronischer Stress können GERD-Symptome verstärken.

Betroffene klagen dann häufig über Sodbrennen – auch ohne vermehrten Säurekontakt. Der Grund: Stress fördert die Reizempfindlichkeit der Speiseröhre. Die Schleimhaut wird durchlässiger – schon kleine Mengen Säure können dann starke Beschwerden auslösen. Auch schlechter Schlaf kann diese Reizempfindlichkeit erhöhen.7

Was hilft bei Reflux und Sodbrennen durch Stress?

Wenn Stress deine Beschwerden verstärkt, lohnt es sich, gezielt gegenzusteuern. Um akut gegen das Sodbrennen vorzugehen, können folgende Tipps helfen:

  • Trink ein Glas stilles Wasser. Es verdünnt die Magensäure und spült den ausgetretenen Speisebrei zurück in den Magen.
  • Greif zu magenschonender Kost. Fettarme, schonend gegarte Speisen entlasten den Magen. Wichtig: Schonkost ist individuell. Probier aus, welche Nahrungsmittel gut verträglich für dich sind.
  • Vermeide reizende Stoffe. Nikotin, Koffein und Alkohol können Reflux-Beschwerden verstärken. Auch säurehaltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte oder Limonade reizen die Speiseröhre zusätzlich.
  • Probier Hausmittel aus. Kaugummikauen regt die Speichelproduktion an und verdünnt so die Magensäure. Auch eine Tasse Kamillentee kann wohltuend wirken – sie beruhigt die Magenschleimhaut und kann überschüssige Säure neutralisieren.
  • Schlaf mit erhöhtem Oberkörper. Bei nächtlichem Sodbrennen kannst du mit einem Keilkissen den Oberkörper höher lagern und Beschwerden reduzieren. Wer auf der linken Seite schläft, entlastet zusätzlich den unteren Magenschließmuskel.
  • Setz auf schnelle Hilfe mit Sobrade®. Bei akutem Sodbrennen lindern die Kautabletten die Beschwerden schnell und zuverlässig. Der Gel-Komplex legt sich wie ein Schutzfilm über die gereizten Schleimhäute. Und das rein physikalisch, ohne in deine körpereigenen Prozesse einzugreifen. Sobrade® ist gut verträglich.

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  • Wirkt schnell, wenn es brennt
  • Sehr gut verträglich und langanhaltend
  • Schützt die angegriffene Speiseröhrenschleimhaut

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Gut zu wissen!

Unter Stress oder Anspannung greifen viele schneller zu ungesunden Lebensmitteln. Auch dann, wenn sie eigentlich nicht hungrig sind. Dieses Verhalten nennen Fachleute „emotionales Essen”. Das Essen dient dabei als Ersatz für Trost oder Belohnung. Das Problem: Fettige, stark gewürzte oder süße Speisen können Sodbrennen auslösen oder verstärken. Insbesondere, wenn sie im Übermaß gegessen werden.

Wenn du unter Anspannung zum Kühlschrank greifst, halte kurz inne: Habe ich wirklich Hunger – oder nur das Bedürfnis nach Ablenkung? Achtsamkeit beim Essen kann helfen, Reflux aus emotionalem Essen zu vermeiden.

Was kann ich langfristig gegen Stress tun?

Stressbedingtes Sodbrennen verschwindet selten von allein. Wenn du deinen Magen langfristig beruhigen willst, hilft nur eins: Stress abbauen.

Drei Tipps für dich, mit denen du deinen Stresspegel senken kannst:

  1. Achte auf deine Schlafhygiene. Etabliere feste Routinen und geh möglichst jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett. So unterstützt du den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus. Halte dein Schlafzimmer dunkel und kühl. Kleine Abendrituale helfen beim Abschalten. Lege beispielsweise dein Handy ein paar Stunden vor dem Zubettgehen beiseite.
  2. Nutze Atemübungen. Durch bewusstes Atmen aktivierst du dein parasympathisches Nervensystem – das bringt dich zur Ruhe. Die Herzfrequenz sinkt, das Stresslevel ebenfalls.
  3. Probier MBSR aus. „Mindfulness-based Stress Reduction” bedeutet Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Eine Studie mit Reflux-Erkrankten zeigt: Entspannungsübungen können bei Reflux die Säurebelastung reduzieren und Beschwerden lindern.8 Das Ziel von MBSR ist es, deine Wahrnehmung zu schärfen. Und im Alltag achtsamer zu werden. MBSR lässt sich leicht in den Alltag integrieren. Ein Beispiel: der Body Scan. Schließe die Augen und spüre in deinen Körper hinein. Gibt es Verspannungen? Wie fließt dein Atem? Stelle dir bewusst Fragen – und nimm dir den Moment.

Stress lässt sich nicht immer vermeiden. Aber du kannst lernen, besser damit umzugehen. Und deinem Magen die Ruhe geben, die er braucht – trotz Meetings, E-Mails und vollem Kalender.

Häufig gestellte Fragen

Wenn du mehr als zweimal pro Woche unter Sodbrennen leidest, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Ja. Auch unbewusste Anspannung wirkt auf dein Nervensystem. Und damit auch auf den Verdauungstrakt.

Ja. Wenn du merkst, dass Stress typischerweise Beschwerden wie Sodbrennen auslöst, kannst du Sobrade® gezielt einsetzen – zum Beispiel kurz bevor es losgeht.

Die empfohlene Menge liegt bei 4 bis 6 Kautabletten pro Tag. Nimm nicht mehr als 10 Tabletten täglich.

Die Wirkung hält durchschnittlich 3,5 Stunden an.9

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Quellen:
1 Eric R Muth, Julian F Thayer, Robert M Stern, Bruce H Friedman, Christopher Drake, The effect of autonomic nervous system activity on gastric myoelectrical activity: does the spectral reserve hypothesis hold for the stomach? (02.12.2025)
2 Browning KN, Travagli RA. Central nervous system control of gastrointestinal motility and secretion and modulation of gastrointestinal functions. Compr Physiol. 2014 Oct;4(4):1339-68. doi: 10.1002/cphy.c130055. PMID: 25428846; PMCID: PMC4858318. (02.12.2025)
3 Ravinder K. Mittal, William R. Stewart, Maan Ramahi, Jiande Chen, Deborah Tisdelle, The effects of psychological stress on the esophagogastric junction pressure and swallow-induced relaxation (02.12.2025)
4 Harvard Health Publishing (2023). The gut-brain connection. (02.12.2025)
5 Wickramasinghe N, Thuraisingham A, Jayalath A, Wickramasinghe D, Samarasekara N, Yazaki E, Devanarayana NM. The association between symptoms of gastroesophageal reflux disease and perceived stress: A countrywide study of Sri Lanka. PLoS One. 2023 Nov 9;18(11):e0294135. doi: 10.1371/journal.pone.0294135. PMID: 37943748; PMCID: PMC10635461. (02.12.2025)
6 Cho YK. Can Acute Stress Cause Esophageal Hypersensitivity in Healthy Individuals? J Neurogastroenterol Motil. 2017 Oct 30;23(4):483-484. doi: 10.5056/jnm17118. PMID: 28992671; PMCID: PMC5628978. (02.12.2025)
7 McDonald-Haile J, Bradley LA, Bailey MA, Schan CA, Richter JE. Relaxation training reduces symptom reports and acid exposure in patients with gastroesophageal reflux disease. Gastroenterology. 1994 Jul;107(1):61-9. doi: 10.1016/0016-5085(94)90061-2. PMID: 8020690. (02.12.2025)
8 Megha R, Farooq U, Lopez PP. Stress-Induced Gastritis. [Updated 2023 Apr 16]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2025 Jan-. (02.12.2025)
9 Gross M, Neuschwander D, Steffens L, Thomsen J, Röschmann-Doose K. Multicentre prospective study to evaluate effectiveness and safety of gel-forming and hyaluronic-acid containing chewable tablets as add-on treatment in patients with gastroesophageal reflux disease (GERD) symptoms and unsatisfying proton pump inhibitor therapy. BMC Gastroenterol. 2023;23(1):304. Published 2023 Sep 6.  doi:10.1186/s12876-023-02946-6 (02.12.2025)
10 Stengel A, Taché Y. Neuroendocrine control of the gut during stress: corticotropin-releasing factor signaling pathways in the spotlight. Annu Rev Physiol. 2009;71:219-39. doi: 10.1146/annurev.physiol.010908.163221. PMID: 18928406; PMCID: PMC2714186. (02.12.2025)


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Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Pohl-Boskamp auf seine Richtigkeit intensiv geprüft worden.

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