Aktualisiert am 16.12.2025

Nahrungsmittelunverträglichkeit & Sodbrennen: Gibt es einen Zusammenhang – und was hilft?

Lachendes Paar isst gemeinsam Joghurt in der Küche

Hinter ständigem Sodbrennen muss nicht zwangsläufig eine Refluxkrankheit stecken. Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten können das Brennen in der Speiseröhre verursachen. Erfahre in diesem Ratgeber mehr über den Zusammenhang und wie du Sodbrennen wieder loswirst.

von Alina Kuhnert, Journalistin

Das Wichtigste in 60 Sekunden

Unser Service für dich:

  • Sodbrennen bei Unverträglichkeiten wird oft im Darm ausgelöst – nicht direkt im Magen. Unverdaute Bestandteile gären, bilden Gase und erhöhen den Druck im Bauch. Die Folge: Magensäure kann nach oben steigen.
  • Präparate wie Protonenpumpenhemmer (PPI) helfen nicht immer. Nicht immer steckt zu viel Magensäure hinter dem Brennen. In solchen Fällen bleiben Säureblocker wirkungslos.
  • Mit einfachen Maßnahmen lässt sich Sodbrennen oft vermeiden. Iss langsam, kaue gründlich und nimm kleine Portionen zu dir. Verzichte auf Lebensmittel, die Beschwerden auslösen.
  • Ein Ernährungstagebuch bringt Klarheit. Wer Muster erkennt, kann gezielt reagieren und Beschwerden reduzieren.

Cappuccino. Joghurt. Obst. Der Morgen beginnt leicht. 

Doch kaum sitzt du im ersten Termin, drückt es im Bauch. Dann im Magen. Und schließlich brennt es in der Speiseröhre.

Dabei war es keine üppige Mahlzeit. Nur scheinbar harmlose Lebensmittel, die dein Körper nicht richtig verwerten konnte. Die Folge: Blähungen, Druck, Sodbrennen. 

Was passiert bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Körper?

Die Nahrungsmittelunverträglichkeit ist ein Sammelbegriff für unerwünschte Reaktionen des Körpers, die bestimmte Lebensmittel auslösen. Weil er bestimmte Bestandteile der Nahrung nicht abbauen oder aufnehmen kann.

Fehlt beispielsweise ein Enzym im Dünndarm, wie bei der Laktoseintoleranz, kann er bestimmte Kohlenhydrate nicht vollständig zerlegen. Die unverdauten Reste gelangen weiter in den Dickdarm. Dort werden sie von Bakterien zersetzt. Dabei entstehen Gase. Sie sind das eigentliche Problem. Denn sie blähen den Bauchraum auf. Es kommt zu Völlegefühl, der Druck auf den Magen steigt und damit auch das Risiko für Sodbrennen.

Zu den bekanntesten Unverträglichkeiten zählen:

  • Laktoseintoleranz (Milchzucker)
  • Fruktoseintoleranz (Fruchtzucker)
  • Histaminintoleranz

Unverträglichkeit, Allergie oder Autoimmunerkrankung?

Viele sprechen von „Unverträglichkeiten“, meinen damit aber oft Allergien oder sogar Autoimmunerkrankungen.

Die Unterschiede im Überblick:

  • Unverträglichkeit:
    Der Körper kann bestimmte Bestandteile aus Lebensmitteln nicht richtig verdauen oder aufnehmen. Das Immunsystem ist dabei in der Regel nicht beteiligt. (z. B. Laktose-, Fruktoseintoleranz). Bei der sogenannten Histaminintoleranz ist das anders: Sie wird oft zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten gezählt, zeigt aber auch Merkmale einer allergischen Reaktion. Der Körper reagiert empfindlich auf Histamin – entweder, weil es nicht richtig abgebaut wird, oder weil er selbst zu viel davon ausschüttet.
  • Allergie:
    Das Immunsystem hält harmlose Lebensmittel für gefährlich und reagiert sofort. Zum Beispiel mit Juckreiz oder Schwellungen oder Atemnot. Allergien können lebensgefährlich werden und gehören immer in ärztliche Hände.
  • Autoimmunerkrankung:
    Das Immunsystem richtet sich gegen körpereigene Strukturen – ausgelöst durch bestimmte Lebensmittelbestandteile. Bei Zöliakie zum Beispiel reagiert der Körper auf Gluten mit Entzündungen im Darm.

Sodbrennen kann bei allen drei Formen auftreten – vor allem aber bei Unverträglichkeiten. Denn hier entstehen im Verdauungstrakt Gase, die den Druck auf den Magen erhöhen. Bei Allergien und Zöliakie stehen meist andere Beschwerden im Vordergrund.

Welche Lebensmittel können Sodbrennen auslösen?

Mann bereitet Müsli mit Haferflocken zu

Welche Lebensmittel Sodbrennen auslösen, hängt mit der Art der Unverträglichkeit zusammen. Hier findest du einen Überblick zu Laktose, Fruktose- und Histaminintoleranz. Und zu den jeweiligen Lebensmitteln, die du vermeiden solltest.

Auch unabhängig von Unverträglichkeiten können bestimmte Lebensmittel Sodbrennen auslösen. Beispielsweise wenn du sie in großen Mengen konsumierst. Dazu zählen zum Beispiel Süßspeisen, kohlensäurehaltige Getränke oder scharf gewürzte Speisen.1,2

Laktoseintoleranz

Ein Schluck Vollmilch, ein Hauch Sahne und schon brennt’s im Hals? Dahinter könnte eine Laktoseintoleranz stecken. Ursache ist ein Mangel an Laktase. Ein Enzym, das im Darm normalerweise Milchzucker spaltet. Fehlt es, wandert die Laktose unverdaut weiter in den Dickdarm und beginnt zu gären. Die Gase erhöhen den Druck im Bauchraum – und Magensäure kann leichter nach oben steigen.3

Auch ohne Laktoseintoleranz können Milchprodukte Sodbrennen verstärken. Besonders, wenn sie gleichzeitig fetthaltig und süß sind. Wie beispielsweise bei Eis, Sahne oder Schokolade. Die Crux: Für viele Menschen ist der Zusammenhang nicht immer direkt erkennbar. Die Beschwerden treten oft zeitverzögert auf.

Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Milchzucker:

  • Kondensmilch
  • Milcheis
  • Milchschokolade
  • Vollmilchpulver
  • Mozzarella (20 % Fett)
  • Molke
  • Buttermilch, Dickmilch
  • Kefir
  • Joghurt

Übrigens: Ein Produkt gilt als laktosefrei, wenn es maximal 0,1 g Laktose pro 100 g enthält. Und: Die Verträglichkeit ist individuell – was dem einen bekommt, kann beim anderen Beschwerden auslösen.

Fructoseunverträglichkeit

Bei der Fructoseintoleranz (medizinisch: Fruktosemalabsorption) nimmt der Dünndarm Fruchtzucker nur unvollständig auf. Genau wie bei der Laktoseintoleranz gelangen die unverdauten Reste weiter in den Dickdarm. Dort wird der Fruchtzucker von Bakterien zersetzt, wobei Gase entstehen. Die Folge: Blähungen, Völlegefühl und oft auch Sodbrennen.

Diese Lebensmittel sind für ihren hohen Gehalt an Fruchtzucker bekannt:

  • Obst wie Äpfel, Birnen und Kirschen
  • Trockenfrüchte
  • Marmelade, Konfitüre und Obstkompott
  • Honig und Invertzucker
  • Speiseeis
  • Fruchtjoghurts
  • Müsliriegel
  • Back- und Süßwaren

Hereditäre Fruktoseintoleranz – selten, aber gefährlich

Die hereditäre Fruktoseintoleranz ist eine seltene und angeborene Stoffwechselstörung. Hier ist ebenfalls der Mangel an Enzymen für die Beschwerden verantwortlich.

Mit einem Unterschied: Schon geringste Mengen an Fruchtzucker sind für Betroffene gefährlich. Sie senken den Blutzucker und können so Nieren- und Leberschäden verursachen. Wer betroffen ist, muss Fruktose konsequent meiden.

Wichtig: Sobrade® enthält Isomalt, welches im Darm in Fructose umgewandelt werden kann. Das ist für die meisten unbedenklich – nicht aber für Menschen mit einer hereditären Fruktoseintoleranz. Wer betroffen ist, darf Sobrade® nicht einnehmen.

Histaminintoleranz

Anders als viele vermuten, ist die Histaminintoleranz keine Allergie. Auch wenn sie ähnliche Symptome verursachen kann. Doch die Ursache liegt woanders: beim Abbau von Histamin.

Die Beschwerden können vielfältig sein – von Hautreaktionen über Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzrasen bis zu Magenproblemen wie Sodbrennen, Übelkeit oder Völlegefühl.

Histamin ist ein Botenstoff, der vom Körper selbst produziert wird. Auch kommt er in Nahrungsmitteln vor. Bei der Histaminintoleranz liegt ein Ungleichgewicht vor – zwischen der Aufnahme und dem Abbau dieses Botenstoffs. Und das kann Magenprobleme verursachen. Histamin regt die Säureproduktion im Magen an.4 Wird zu viel gebildet, kann es zu Reflux und einer gereizten Magenschleimhaut kommen.

Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Histamin:

  • Rotwein
  • Joghurt und Buttermilch
  • Pilze
  • geräuchertes Fleisch
  • Tomaten
  • Essig
  • Backwaren mit Hefe

 

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Sodbrennen bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit und GERD?

Sodbrennen ist kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Symptom. Es kann viele Ursachen haben. Sowohl die Nahrungsmittelunverträglichkeit als auch die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) können Sodbrennen auslösen. Mit folgendem Unterschied: 

Bei einer Unverträglichkeit tritt Sodbrennen nach dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln auf. Meist auch in Kombination mit anderen Symptomen wie Blähungen oder Durchfall. Es ist also die Folge einer Verdauungsstörung.

Die Refluxkrankheit GERD ist hingegen eine chronische Erkrankung des unteren Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen. Sodbrennen und Reflux können jederzeit und unabhängig von den verzehrten Lebensmitteln auftreten.

Worauf du achten solltest:

  1. Wann tritt das Sodbrennen auf?
  2. Was hast du vorher gegessen?
  3. Gibt es Begleitsymptome wie Blähungen oder Hautreaktionen?

Solche Hinweise helfen, die Ursache besser einzugrenzen.

Was kannst du tun, wenn Protonenpumpenhemmer nicht helfen?

Medikamente wie Pantoprazol gehören zu den Protonenpumpenhemmern (PPI). Sie senken die Säureproduktion im Magen. Wenn solche Medikamente bei dir wirkungslos bleiben, solltest du die Ursache hinterfragen.

Nicht immer ist überschüssige Magensäure für das Sodbrennen verantwortlich. Auch ein Zwerchfellbruch oder eben Nahrungsmittelunverträglichkeiten können dahinter stecken.

Hinzu kommt, dass rund 45 Prozent der Menschen trotz regelmäßiger PPI-Einnahme über anhaltende Beschwerden berichten.5

Wenn du trotz PPI-Einnahme weiterhin unter Sodbrennen leidest, sprich noch einmal mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Zur Linderung akuter Beschwerden kannst du Sobrade® verwenden – auch ergänzend zur PPI-Therapie. Das schützt die Schleimhaut und verschafft schnelle Erleichterung – ersetzt aber keine ärztliche Abklärung.

Was hilft gegen Sodbrennen bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit?

  • Führe ein Ernährungstagebuch.
    Hast du den Verdacht auf eine Unverträglichkeit, führe unbedingt ein Ernährungstagebuch. So kannst du festhalten, nach welchen Lebensmitteln Sodbrennen oder weitere Beschwerden auftreten. Nur wenn du den Auslöser kennst, kannst du ihn gezielt vermeiden. Und somit künftig auch das Sodbrennen.
  • Ersetze deine Trigger.
    Deine Speiseröhre brennt besonders nach einem Glas Milch? Dann ersetze es beispielsweise durch vegane Alternativen. Neben Soja- und Haferdrinks gibt es viele andere pflanzliche Alternativen. Bei der Fructoseintoleranz kannst du auf fruchtzuckerarmes Obst zurückgreifen. Dazu zählen zum Beispiel Blaubeeren, Papaya und die Honigmelone.
  • Iss bewusst, nicht hastig.
    Wenn du langsam kaust und auf dein Sättigungsgefühl achtest, entlastet du deinen Magen. Isst du hingegen hastig, schluckst du Luft. Das begünstigt Blähungen und erhöht den Druck im Bauch.
    Tipp: Versuche pro Bissen etwa 30-mal zu kauen. Auch sind kleine Portionen empfehlenswert.
  • Kaue Kaugummi.
    Kaugummikauen regt die Speichelproduktion an. Der Speichel hilft, die Magensäure zu neutralisieren und spült sie zurück in den Magen.
  • Nutze Sobrade® für schnelle Hilfe.
    Wenn es akut brennt, hilft dir Sobrade® schnell und zuverlässig. Die Kautabletten wirken rein physikalisch. Beim Kauen entsteht ein Gel-Komplex, der sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhaut von Speiseröhre und Rachen legt. So ist sie vor ätzender Magensäure geschützt und kann sich wieder regenerieren. Die Kautablette ist übrigens zucker- und laktosefrei. Daher kannst du sie problemlos bei einer Laktoseintoleranz benutzen. Und dank unbedenklicher Inhaltsstoffe auch in der Schwangerschaft und Stillzeit.

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  • Wirkt schnell, wenn es brennt
  • Sehr gut verträglich und langanhaltend
  • schützt die angegriffene Speiseröhrenschleimhaut

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Quellen:
1 Sadafi, S., Azizi, A., Pasdar, Y. et al. Risikofaktoren für die gastroösophageale Refluxkrankheit: eine bevölkerungsbasierte Studie. BMC Gastroenterol 24 , 64 (2024).
2 Taraszewska A. Risk factors for gastroesophageal reflux disease symptoms related to lifestyle and diet. Rocz Panstw Zakl Hig. 2021;72(1):21-28. doi: 10.32394/rpzh.2021.0145. PMID: 33882662.
3 Sony, S. (2024, 3. Dezember). Hilft Milch bei Sodbrennen? Das gängige Milchmittel. Advanced Food Intolerance Labs. Abgerufen am 5. November 2025. 
4 Megha R, Farooq U, Lopez PP. Stressinduzierte Gastritis. [Aktualisiert am 16. April 2023]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; Januar 2025-.
5 Fass R, Sifrim D. Management of heartburn not responding to proton pump inhibitors. Gut. 2009;58(2):295–309.


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Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Pohl-Boskamp auf seine Richtigkeit intensiv geprüft worden.

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